TransTagung 3. bis 5. Oktober 2009 in Berlin

Veranstalter:

TrIQ e. V.

Kooperationspartner_innen:

Berliner Aids-Hilfe e.V.

Schwulenberatung Berlin

Wigstöckel 2009

 

Trans*Tagung 2009

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Dokumentation

Trans*Tagung 2008

Trans*Tagung 2007

Trans*Tagung 2006

Dokumentation der 10. Berliner Transgendertagung

Integration - wozu, wohin und für wen?

Trans* im Patchwork der Minderheiten

Eine Veranstaltung des Transgender Netzwerk Berlin (www.TGNB.de) in Zusammenarbeit mit dem Helle Panke e.V. (www.helle-panke.de).

Selbstverständnis

Prinzessin Hans Trans* ist niemand für sich allein, im Gegenteil. Es gibt wohl keine geschlechtliche Lebensform, die weniger privat wäre als Trans*. Das Erweitern oder gar Verlassen des Geburtsgeschlechts vollzieht sich notwendig im öffentlichen Raum; wer den Vornamen ändern lassen und den Körper manipulieren möchte, ist zudem auf die Kooperation des Rechts und der Medizin angewiesen. Als „Erfolg“ eines Trans*-Lebens gilt gemeinhin das überzeugende, also unauffällige Durchgehen im Wunschgeschlecht.

Eine so verstandene Integration wirft wichtige Fragen auf, gerichtet an die Individuen wie an die Gesellschaft: Wer hat ein Interesse daran, dass Transmenschen nach einem Coming-Out in der Unsichtbarkeit verschwinden? Wie hoch sind die Kosten der Anpassung, und wer entrichtet sie? Was ist mit denen, die die Spuren ihrer Vergangenheit nicht tilgen wollen oder können? Wo finden diejenigen ihren Platz, denen die Kategorien "männlich" und "weiblich" nicht ausreichen zur Selbstbeschreibung?

Die Anstrengungen zur Integration werden dabei als Bringschuld ausschließlich den Transmenschen aufgebürdet, die Mehrheitsgesellschaft wähnt sich von diesem Prozess unberührt. Die Selbstverständlichkeit, die sie für sich reklamiert, entpuppt sich jedoch bei näherem Hinsehen als Illusion: es sind ja gerade die konstruierten Abweichungen, die es ihr erlauben, sich als normal zu fühlen. So gesehen, ist nicht Trans* als Lebensform erklärungsbedürftig, wohl aber das System der Zweigeschlechtlichkeit.

Die im Oktober 2006 bereits zum zehnten Mal stattfindende Berliner Trans*Tagung, in diesem Jahr ausgerichtet von der Stiftung „Helle Panke“ und unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, richtet sich an Transmenschen jeder Couleur, ihre Angehörigen und FreundInnen sowie an alle am Thema Interessierten, für die Geschlecht nichts per se Natürliches ist, vielmehr das Ergebnis sozialer Vereinbarungen und Zwänge. Die Workshops und Vorträge, vom Erfahrungsaustausch für PartnerInnen über Berichte zur Situation in anderen EU-Ländern und Überlegungen zu einer politischen Bewegung bis zum weiten Feld des BDSM, verorten Trans* in aller Unverwechselbarkeit dort, wo es hingehört: im Patchwork der Minderheiten, stolz, charmant und weithin sichtbar.

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Ein Geburtstag und ein Neuanfang

Zehn Jahre Berliner Transgendertagung – das ist schon was.

Und so sollte die Tagung dieses Jahr auch etwas Besonderes werden. Und das war es auch: zum ersten Mal wurde die Tagung nicht in den Räumen des Sonntags-Club abgehalten, sondern in denen der Stiftung Helle Panke e.V.

Als Veranstalter hat sich der Sonntags-Club ebenso zurückgezogen wie aus der Organisation. Letztere übernahm eine 8-köpfige Orga-Gruppe aus dem Transgender-Netzwerk Berlin (TGNB), welches auch im Jahr 2007 wieder maßgeblich an der Organisation der Tagung beteiligt sein wird, dann in Kooperation mit TransInterQueer e.V. (TrIQ).

Lies der Umzug in andere Räumlichkeiten und der aus organisatorischen Gründen unumgängliche Anmeldeschluss schon zwei Wochen vor der Tagung noch die Sorgenfalten auf die Stirn treten, so straften die vielen rechtzeitigen Anmeldungen alle Unkenrufe Lügen. Auch das befürchtete Chaos zu Tagungsbeginn und die Massen an Besucher_innen, die doch noch ohne vorherige Anmeldung in die Vortragsräume zum Europapodium drängen wollten, blieb aus. Das gute Wetter und die unglaublich freundliche und unermüdliche Bewirtung im Restaurant Jalla Jalla taten ihr übriges, um die Tagung zu einem vollen Erfolg werden zu lassen.

Passend zur Wigstöckel Aktionswoche mit dem Motto „Transgender international“ haben wir es auch erstmalig geschafft, nicht nur Teilnehmer_innen aus andern Europäischen Ländern anzuziehen, sondern die Tagung auch durch die großzügige Unterstützung seitens der Hellen Panke mit Referent_innen aus verschiedenen Ländern thematisch zu internationalisieren.

Zu guter Letzt konnten wir auch noch unsere Party – ein Muss am 10. Geburtstag – im schönen Café Morgenrot feiern.


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Die Dokumentationen der Trans*Tagung 2006 kann hier in Form von pdf's heruntergeladen werden:

Trans*Tagung 2006 - Dokumentation (Druckversion)

Trans*Tagung 2006 - Dokumentation des Open Space

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