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2. bis 4. Oktober 2009 in Berlin |
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Veranstalter: Kooperationspartner_innen:
Trans*Tagung 2009
Dokumentation |
Trans*tagung 2007 Berlin Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Teilnehmer_innen der Trans*tagung 2007, bei den Referent_innen und allen, die mitgeholfen haben, sowie bei allen Freund_innen und Förder_innen für die gelungenen Workshops, Vorträge und Gespräche.
Die Normalität der Abweichung – Trans* jenseits der Pathologisierung Wer über Trans* sprechen will, kann zu Geschlecht nicht schweigen. Noch ist es gesellschaftlich von großer Bedeutung, jeden Menschen geschlechtlich eindeutig bezeichnen zu können – so wird Komplexität reduziert, soziale Ordnung geschaffen und das eigene geschlechtliche Erleben stabilisiert. Im alltäglichen Erleben der Mehrheit ist Geschlecht nur entweder ganz-Mann oder ganz-Frau. Bei näherem Hinsehen aber verliert diese Selbstverständlichkeit an Substanz, Grenzen verschwimmen, Selbstbilder sind nicht deckungsgleich mit den aus Tradition und Medien vorgegebenen Normen. Geschlecht erweist sich als Ergebnis einer konkreten Darstellungsleistung, die jeder Mensch permanent zu erbringen hat. Der Diskurs über Trans* ist nicht mehr alleinige Domäne der Medizin. Die Sozialwissenschaften bemächtigen sich seiner, literarische und künstlerische Arbeiten haben Konjunktur, die Subkultur kreiert ihre eigenen Definitionen, Identitäten und Lebensweisen. Den einen beispielhaften Weg, als Trans*person zu leben, gibt es nicht. Das entscheidende Kriterium der Geschlechtszugehörigkeit ist nicht das Genitale, sondern das subjektive Empfinden. In der queeren Szene Berlins finden sich klassische Transsexuelle, postmoderne Transgender und weitere GeschlechtsnomadInnen. Ihnen gemein ist neben dem Herausfallen aus der binären Ordnung der Versuch, einen utopischen Raum zu bezeichnen. Die Fragen lauten etwa: Warum lässt das deutsche Namensrecht keine geschlechtsübergreifenden Namen zu? Warum gilt der Wunsch, das Geburtsgeschlecht zu verlassen, als Störung der Identität und nicht vielmehr als ihr helles Bewusstsein? Warum gibt es zum Modell des medizinisch indizierten Geschlechtswechsels keine sozial und rechtlich anerkannte Alternative, die den Körper und seine organischen Funktionen intakt lässt? Und warum überhaupt Geschlecht in Zeiten modularer Identitäten? Die vom 19. bis 21. 10. 2007 stattfindende Berliner Trans*Tagung, ausgerichtet von TrIQ e.V. und der Stiftung Helle Panke e.V., will der Ausdifferenzierung der Szene Rechnung tragen. Eingeladen sind Transsexuelle,Transgender und alle weiteren Trans*menschen, FreundInnen und Angehörige sowie alle interessierten Personen. Die Workshops und Vorträge markieren ein weites Feld: vom Gesprächskreis für PartnerInnen bis zum Bericht zur Situation in der Türkei, vom Erfahrungsaustausch über Trans*männer in der schwulen Szene bis zum Theaterworkshop, von praktischen Tipps für ein gelungenes Passing bis zur kritischen Reflexion diverser OP-Techniken und ihrer Ergebnisse. Die Angebote verdeutlichen, dass niemand ein Geschlecht einfach so hat, sondern etwas dafür tun muss. Trans*menschen vielleicht ein wenig mehr. Die Dokumentationen der Trans*Tagung 2007 kann hier in Form von pdf's heruntergeladen werden: Trans*tagung 2007 - vollständige Dokumentation (pdf, 880 KB) Trans*tagung 2007 - Kurzversion (pdf, 860 KB) Erklärung des Orga-Teams der Trans*tagung Berlin 2007 |
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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben. |