17:00 Kundgebung vor der Honduranischen Botschaft
Cuxhavener Str. 14 (Ecke Bachstraße)
S-Bahn Tiergarten / U9 Hansaplatz
19:00 Film: “Was heißt hier Angst?” (“Quién dijo miedo”)
ein Dokumentarfilm von Katia Lara (Honduras/Argentinien, 108 min, Spanisch mit englischen Untertiteln)
Zwille – Offener studentischer Raum an der TU Berlin
Fasanenstr. 1 (Ecke Müller-Breslau-Str.) Hinterhaus 3.OG
S+U Zoo / S-Bahn Tiergarten
Honduras geht uns alle an!
Am 28. Juni 2009 haben in Honduras Militärs und wirtschaftliche Eliten gegen den amtierenden Präsidenten Zelaya geputscht. Der Grund war das von ihm vorgeschlagene Referendum über die Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung, die eine weitere Demokratisierung und die Festschreibung sozialer Standards zur Folge gehabt hätte. Seit dem Putsch sind zahlreiche friedliche Aktivist_innen gezielt von Polizei, Militär und Todesschwadronen ermordet worden, um jeden Widerstand zu ersticken. Durch die Militarisierung der Gesellschaft und die anhaltende Straflosigkeit hat es auch eine Welle der Gewalt gegen Frauen, Transgender und Schwule gegeben. Die deutsche FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung und die Liberale Internationale, in der die FDP Mitglied ist, haben den Putschpräsidenten Roberto Micheletti unterstützt und den Putsch öffentlich verharmlost. Bis heute ist niemand für die Verbrechen zur Verantwortung gezogen worden. Aus einer queeren Perspektive finden wir es notwendig, uns mit denen zu solidarisieren, die in Honduras für eine gerechtere Gesellschaft eintreten.
Wir fordern:
Lückenlose Aufklärung aller Verbrechen des Putschregimes!
Gegen Homo- und Transphobie in Honduras und weltweit!
Naumann-Stiftung raus aus Lateinamerika! http://queeresbuendniswaltertrochez.blogsport.de
Pressemitteilung des Transgenialen CSD zur Ablehnung des Zivilcouragepreises durch Judith Butler
Das richtige Wort am richtigen Ort
Judith Butler hat gestern den Zivilcouragepreis abgelehnt, der ihr im Rahmen des CSD in Berlin verliehen werden sollte. Der Transgeniale CSD begrüßt diese Entscheidung sehr und erhofft sich dadurch eine seit langem anstehende Auseinandersetzung mit dem Rassismus in der Weißen Mehrheitsgesellschaft ebenso wie in der homosexuellen Subkultur.
Wieder mal kein Geld für die U-Bahn? Warum überhaupt bezahlen müssen, wenn in Zeiten der Klimakrise und zunehmender Prekarisierung ein kostenloser Nahverkehr notwendig ist? Wie kann ein kostenlos zugänglicher öffentlicher Nahverkehr in Berlin umgesetzt werden? Dies wollen wir mit euch anhand von erfolgreichen und weniger erfolgreichen Umsetzungen in anderen Städten diskutieren!
im Rahmen der Kampagne „Berlin fährt frei“
Diskussion // 16.06.2010 // 19:30 // Berlin // Kinzigstr. 9
Kleinlaut sind sie geworden, die sonst so lautstarken Verteidiger jedes israelischen Verbrechens. Seit dem Überfall auf die Hilfsschiffe für Gaza hat es den Mitgliedern des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom der Linksjugend buchstäblich die Sprache verschlagen.
Die junge Welt hatte zwar schon immer die dürftigen Argumentationsversuche dieser Israel-Lobby kritisiert – der Fairneß halber wollten wir aber dennoch ihre Stellungnahme zu diesem Piratenakt einholen. jW-Autorin Claudia Wangerin führte daher ein Interview mit BAK-Vorturner Benjamin Krüger – die Fragen waren fair, die Antworten ausweichend.
Dennoch, ein aufschlußreiches Gespräch. Allerdings hat es den Nachteil, daß es kein jW-Leser jemals in die Hand bekommt – der als Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten angestellte Krüger zog es nämlich im letzten Moment zurück. Begründung: Zum einen sei der Sachverhalt zu komplex, zum anderen habe ihm nachträglich das Gewissen geschlagen, er fühle nämlich einen »starken inneren Konflikt«, der jW ein Interview zu geben.
Krügers Yuppietruppe isoliert sich immer mehr. Der Bundestagsabgeordnete Niema Movassat zog seine Zusage zu einer Podiumsdiskussion zurück – es sei für ihn unerträglich, daß seine Fraktionskolleginnen Inge Höger und Annette Groth, die an Bord eines der gekaperten Schiffe waren, als » Assistentinnen von Antisemiten, Israelhassern und Islamisten« dargestellt werden. Eine ähnliche Nummer hatte Krüger auch schon gegenüber der innenpolitischen Sprecherin der Fraktion, Ulla Jelpke, gebracht – sich dann aber entschuldigen müssen.
»Damit habt ihr jede Grenze des innerparteilichen Pluralismus überschritten«, heißt es in Movassats Absage. Über entsprechende Konsequenzen sollten sich Krüger & Co. nicht wundern. (pw)
Weltweit haben Regierungen, Parteien und einfache Menschen mit Empörung auf den Überfall der israelischen Marine auf die humanitäre Friedensflotte für den Gazastreifen reagiert. So auch heute Abend in Berlin.